Archiv für März 2011

Media-Saturn geht shoppen

Mittwoch, 30. März 2011

Media Markt und Saturn, die gemeinsam mit Media-Saturn die größte Elektrohandelskette Europas bilden, haben einen großen Schritt in Richtung Online-Shop gemacht. Heute wurde bekannt gegeben, dass Media-Saturn redcoon gekauft hat. Bei diesem Kauf ist vor allem die Strategie, die dahinter steckt, sehr interessant.

Die Strategie

redcoon soll weiterhin selbständig agieren. Im Sommer 2011 soll der Online-Shop von Saturn starten und im Frühling 2012 soll Media Markt mit dem eigenen Shop nachziehen.

Diese drei Shops gehören dann zwar alle zu der gleichen Unternehmensgruppe (Metro), stehen aber in direkter Konkurrenz zueinander. Dabei arbeiten die beiden neuen Online-Shops jeweils gemeinsam mit den lokalen Läden. D.h. einen online gekauften Artikel kann man auch im Laden zurück geben gehen, kann ihn aber auch wieder per Post zurück schicken.

Dies ist einer der großen Unterschied zum reinen Online-Shop redcoon, und somit auch zum reinen Online-Shop Amazon.

Stichwort: Amazon

Media-Saturn hat sich als Ziel gesetzt, in Europa die neue Nummer Eins zu werden, und somit Amazon abzulösen. Ein sehr “sportliches” Ziel, denn dafür müssen dann mal locker 3 Milliarden Euro Jahresumsatz her. redcoon setzte im letzten Geschäftsjahr 354 Millionen Euro um, da muss also noch ein bisschen was passieren.

Für uns als Endkunden kann das alles aber nur von Vorteil. Konkurrenz belebt das Geschäft und vor allem auch die Preise ;)

Ist die Cloud doch nur eine externe Festplatte?

Mittwoch, 30. März 2011

Das werden sich wohl noch ein paar Anwälte fragen müssen.

Cloud Computing

Laut Wikipedia-Definition kann Cloud Computing wie folgt beschrieben werden:

Ein Teil der IT-Landschaft (in diesem Zusammenhang etwa Hardware wie Rechenzentrum, Datenspeicher sowie Software) wird durch den Anwender nicht mehr selbst betrieben oder bereitgestellt, sondern bei einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet. Die Anwendungen und Daten befinden sich dann nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der (metaphorischen) Wolke (engl. „cloud“).

Eigentlich heißt das nur, dass man Ressourcen mietet, die irgendwo stehen und von einem externen Unternehmen betrieben werden.

Wen interessiert’s?

Interessieren wird es die Anwälte vielleicht, weil die Musikindustrie rechtliche Schritte gegen den gestern gestarteten Dienst Amazon Cloud Drive angedroht hat.

Laut Reuters hat Liz Young, die Pressesprecherin von Sony Music, gesagt:

“We hope that they’ll reach a new license deal, but we’re keeping all of our legal options open.”

Bei Amazon gekaufte Musik

Kauft man MP3s bei Amazon, so werden die ab jetzt automatisch in der privaten Cloud gespeichert und sind für den Käufer von überall aus abrufbar. Amazon hat wohl eine Lizenz zum Verkauf der Musik, wobei der Käufer die MP3-Datei auf dem eigenen Rechner speichern darf.

Amazon sieht das eigene neue Angebot ähnlich wie eine externe Festplatte und sieht keinen Grund eine neue Lizenz bei den Labels auszuhandeln.

We do not need a license to store music in Cloud Drive. The functionality of saving MP3s to Cloud Drive is the same as if a customer were to save their music to an external hard drive or even iTunes.

Wenn jetzt Sony Music rechtliche Schritte einleiten will, dann müssten sie genau hier gegen argumentieren.

Eigene Musik in Amazon Cloud Drive

Natürlich darf man nur legal erworbene Dateien auf das eigene Amazon Cloud Drive hochladen. Das bestätigt man in den AGB von Amazon bei der Teilnahme. Amazon kann jede hochgeladene Datei überprüfen (lassen), wie so eine Überprüfung aber aussehen soll, ist aber fraglich.

Die rechtliche Entwicklung ist hier sehr spannend und wird auch zeigen, wie Innovationen bei der Musikindustrie unterstützt bzw. verhindert werden.

Amazon Cloud Drive – Dein Medien-Laufwerk in der Amazon-Wolke

Dienstag, 29. März 2011

Seit heute bietet Dir Amazon 5 GB Speicherplatz in der Wolke an. Es gibt ja schon sehr viele Angebote von Amazon in der Cloud, aber bisher haben die sich weniger an den Endbenutzer gerichtet, sondern eher an Webmaster, Webdesigner, Entwickler, Programmierer, Administratorern usw.

Amazon Cloud Drive

Amazon Cloud Drive

Dieses Mal kann jeder was von der Amazon-Cloud haben und das in der gewohnten Einfachheit von Amazon. Die Besonderheit ist dieses Mal, dass das Amazon Cloud Drive auch für Kunden in Deutschland direkt verfügbar ist. Aber erstmal langsam…

 

Worum geht es hier?

Mit dem dem Amazon Cloud Drive stellt Amazon jedem Benutzer 5 GB Speicherplatz online zur Verfügung. Die 5 GB können für Musik, Fotos oder Videos verwendet werden und sind kostenlos.

Benötigt man mehr Speicherplatz ist das auch kein Problem und sogar relativ günstig. Es gibt Pakete zwischen 20 GB und 1.000 GB, wobei man pro GB 1$/Jahr bezahlt. An diesen Preisplänen sieht man, dass Amazon das Programm zwar auch für deutsche Benutzer freigeschaltet hat, aber wohl noch nicht alles auf deutsch(/€päisch) verfügbar ist.

Eine andere Möglichkeit an mehr Speicherplatz zu kommen ist einfach ein Album bei Amazon zu kaufen. Damit erhält man für ein Jahr weitere 20 GB (und kann sich die $/€-Rechnerei sparen ;) ).

 

Wie geht’s los?

Du musst Dich einfach mit Deinen normalen Amazon-Zugangsdaten hier anmelden.

Nachdem Du die AGB bestätigt hast, bist Du auch schon auf Deinem persönlichen Amazon Cloud Drive. Hier kannst Du dann direkt mit dem Hochladen der Dateien beginnen. Alternativ kannst Du auch den Cloud Player starten, das ist eine Web-Applikation mit der Du Deine Musik direkt abspielen kannst.

Amazon Cloud Player

Amazon Cloud Player

 

Für Android gibt es auch eine App (Android-Market-Link), die Dir Deine Musik auch unterwegs zur Verfügung stellt. Die scheint allerdings in Deutschland noch nicht zu funktionieren, ich sehe zumindest auch nach dem Login keinen Button “Cloud Drive Music”, wie es hier beschrieben ist.

Amazon Cloud Player for Android

Amazon Cloud Player für Android

 

Wie geht’s weiter?

Neben dem MP3 Player wird es vermutlich auch einen Video-Player und ein Foto-Album geben, so dass man unterwegs auch auf diese Daten zugreifen kann.

Spannend ist auch, wie andere Größen in diesem Bereich (wie z.B. Apple oder Google) hierauf reagieren.