Amazon hat neue Regeln für MarketPlace-Verkäufer aufgestellt, die die Preisgestaltung betreffen. Diese sollen das Vertrauen an die MarketPlace-Verkäufer stärken:
Wir glauben, dass dies das Kundenvertrauen stärkt, was zu mehr Kunden und damit mehr Umsatz führen und so den Wert von Amazon.de Marketplace für Verkäufer erhöhen kann.
Doch worum geht es hier genau? Amazon erzwingt durch die neue Regeln eine Preisparität auf der eigenen Plattform. D.h. die MarketPlace-Verkäufer dürfen Ihre Artikel auf Amazon nicht teurer anbieten als über einen anderen Vertriebsweg. Hierbei sind ladengeschäftgebundenen Vertriebskanälen ausgeschlossen.
Viele MarketPlace-Verkäufer wird diese Umstellung gar nicht gefallen und auf den ersten Blick haben sie auch ein starkes Argument auf ihrer Seite. Amazon erhebt eine Verkaufsprovision und erhöht somit den Gesamtpreis des Artikels. Diese Gebühr fällt im eigenen Webshop des MarketPlace-Verkäufers natürlich nicht an, so dass der Artikelpreis bei Amazon höher ausfallen müsste.
Dies ist aber nur der erste Blick auf solch ein Argument. Amazon bietet mit dem MarketPlace eine Plattform, die den MarketPlace-Verkäufern die Arbeit erleichtert und somit auch den Aufwand um einiges senkt. So muss z.B. kein Server administriert werden und die Shop-Software muss nicht auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Neben diesem technischen Aufwand übernimmt Amazon auch einen Großteil des Kundensupports und auch der Verkaufsabwicklung. Dies sind alles Kosten, die auf den Deckungsbeitrag Einfluss haben und den Artikelpreis bei gleich bleibendem Gewinn auf Amazon geringer halten müssten.
Ein weiterer Grund die Amazon-Plattform zu nutzen ist aber auch, die Möglichkeit über Amazon weit mehr potentielle Kunden zu erreichen als über den eigenen Shop. Dies machen sich manche MarketPlace-Verkäufer zu Nutze um Kunden zu finden, bieten aber im eigenen Shop die Artikel günstiger an, um die Amazon-Gebühren zu umgehen. Eine kostenfreie (für das Bereitstellen von Artikel fällt im MarketPlace von Amazon keine Gebühr an) Werbe-Plattform möchte Amazon natürlich nicht sein.
Diese neue Regeln gelten zwar schon ab dem 31.03.2010, sind aber erst 30 Tage später bindend.
Wir sind gespannt, wie sich dies entwickeln wird und wie die MarketPlace-Verkäufer darauf reagieren werden.